Römer 9
 
Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, indem mein Gewissen mit mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist,
Ich sage die Wahrheit in Christo, ich lüge nicht vgl 1. Tim 2:7, 2. Kor 11:31, Gal 1:20
daß ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen;
denn ich selbst, ich habe gewünscht, durch einen Fluch von Christus entfernt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch;
verbannt: ἀνάθεμα (Strongs 331), wird zB in Apg 23,14 mit «Fluch», in 1. Kor 12,3 mit «verflucht» übersetzt.
Vgl auch mit Röm 10,1.
welche Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Dienst und die Verheißungen;
deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit… vgl Röm 3:2
deren die Väter sind, und aus welchen, dem Fleisch nach, der Christus ist, welcher über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.
Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.: vgl Röm 1:25.
aus welchen, dem Fleisch nach, der Christus ist Röm 1:3, Apg 2:30
Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, diese sind Israel,
nicht alle, die aus Israel sind, diese sind Israel vgl Röm 2:28
auch nicht, weil sie Abrahams Same sind, sind alle Kinder, sondern "in Isaak wird dir ein Same genannt werden".
In Isaak wird dir ein Same genannt werden 1. Mo 21:12, Hebr 11:18
Das ist: Nicht die Kinder des Fleisches, diese sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet.
Denn dieses Wort ist ein Verheißungswort: "Um diese Zeit will ich kommen, und Sara wird einen Sohn haben".
Verheissungswort: 1. Mo 18,10.
Nicht allein aber das, sondern auch als Rebekka schwanger war von Einem, von Isaak, unserem Vater,
Isaak, unser Vater: vgl Abraham, unser Vater, Röm 4:1.
Vgl Gal 4:28
selbst als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten (auf daß der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestände, nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden),
wurde zu ihr gesagt: "Der Größere wird dem Kleineren dienen";
wie geschrieben steht: "Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehaßt."
Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne!
Denn er sagt zu Moses: "Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme".
Das Zitat stammt von 2. Mo 33,19, siehe auch 2. Mo 9,16.
Also liegt es nun nicht am Wollenden, noch am Laufenden, sondern am begnadigenden Gott.
Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde".
Macht (δύναμις, Strongs 1411), möglicherweise besser übersetzt mit «Kraft», vgl Gottes Kraft.
habe erweckt εξηγειρα (Strongs 1825): eine Verstärkung von Strongs 1453, siehe 1. Kor 6:14.
So denn, wen er will, begnadigt er, und wen er will, verhärtet er.
Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden?
Ja freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich also gemacht?
Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse ein Gefäß zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen?
Vgl Jes 45,9.
Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erzeigen und seine Macht kundzutun, mit vieler Langmut ertragen hat die Gefäße des Zornes, die zubereitet sind zum Verderben,
Gottes Langmut: Röm 2:4.
und auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung, die er zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat...?
Reichtum seiner Herrlichkeit vgl Eph 1:18, Eph 3:16, Phil 4:19, Kol 1:27
Uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen.
Juden und Heiden: Röm 1,16.
wie er auch in Hosea spricht: Ich werde «nicht mein Volk» nennen «mein Volk», und «nicht geliebt» «geliebt».
Verweis: Hos 2,25.
"Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden".
Verweis: Hos 2,1.
Jesaja aber ruft über Israel: "Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, nur der Überrest wird errettet werden.
Denn er vollendet die Sache und [kürzt sie ab in Gerechtigkeit, denn] der Herr wird eine abgekürzte Sache tun auf Erden."
Und wie Jesaja zuvorgesagt hat: "Wenn nicht der Herr Zebaoth uns Samen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden".
Was wollen wir nun sagen? Daß die von den Nationen, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, eine Gerechtigkeit aber, die aus Glauben ist;
Gerechtigkeit, die aus Glauben ist Röm 3:22
Israel aber, einem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebend, nicht zu diesem Gesetz gelangt ist. Warum?
Weil es nicht aus Glauben, sondern als aus Werken geschah. Sie haben sich gestoßen am Stein des Anstoßes,
wie geschrieben steht: "Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden".
Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses: Jes 8:14, vgl 1. Petr 2:8
Vgl Jes 28:16, Röm 14:13
nicht zu Schanden werden: Röm 10:11
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