1. Petrus 3
 
Gleicherweise ihr Frauen, seid euren eigenen Männern unterwürfig, auf daß, wenn auch etliche dem Wort nicht gehorchen, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort mögen gewonnen werden,
Ordnet euch unter: siehe 1. Petr 2,13.
Beachte das gleicherweise. Dieses bezieht sich offenbar auf 2. Petr 2,13/18, aber auch darauf, dass der Herr ein Hirte und Hüter ist.
indem sie euren in Furcht keuschen Wandel angeschaut haben;
deren Schmuck nicht der auswendige sei durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern,
Vgl mit 1. Tim 2:9.
sondern der verborgene Mensch des Herzens im unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott sehr köstlich ist.
köstlich: πολυτελής (Strongs 4185, 3x). Vgl 1. Petr 1:7
Denn also schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, indem sie ihren eigenen Männern unterwürfig waren:
Hoffnung (auf Gott setzen vgl 1. Petr 1:21)
wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet.
Ihr Männer gleicherweise, wohnt bei ihnen nach Erkenntnis, als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, ihnen Ehre gebend, als die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, auf daß eure Gebete nicht verhindert werden.
Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig,
Brüderliche Liebe (φιλάδελφος, Strongs 5361): Röm 12,10.
und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbt.
Vgl berufen zu Kol 3,15
vergeltet nicht Böses mit Bösem Vgl Röm 12:17.
"Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der enthalte seine Zunge vom Bösen, und seine Lippen, daß sie nicht Trug reden;
er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach;
Vgl Ps 34:15
denn die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, welche Böses tun."
'Flehen' in Luther 1912 mit 'Gebet' übersetzt.
Und wer ist, der euch Böses tun wird, wenn ihr Nachahmer des Guten geworden seid?
das Böse tun vgl 1. Petr 2:20
Nachahmer: 1. Kor 4,16.
Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Fürchtet aber nicht ihre Furcht, noch seid bestürzt,
leiden um der Gerechtigkeit willen vgl 1. Petr 2:19
sondern heiligt Christus, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert über die Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut und Furcht;
Hoffnung, die in euch ist vgl mit der «Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufgehoben wird» Kol 1:5
Rechenschaft fordern vgl 1. Petr 4:5
Seid aber jederzeit berei zur Verantwortung… vgl Lk 12:11, Lk 21:14
indem ihr ein gutes Gewissen habt, auf daß, worin sie sie gegen euch als Übeltäter reden, die zu Schanden werden, welche euren guten Wandel in Christus verleumden.
euch als Überltäter verleumden auch in 1. Petr 2:12.
Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden, als für Bösestun.
Wille Gottes. Vgl 1. Petr 2:15 (Gutestun und Wille Gottes), 1. Petr 4:19 (Leiden und Wille Gottes)
Gutes tun: 1. Petr 2,15.
Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist,
für Sünden gelitten vs. für Sünden gestorben. Offenbar wird gelitten «nur» von Vaticanus, Byz [K P] L, Minuskeln 81 und 2464(?) und ein paar Lektionarien bezeugt.
Vgl 1. Petr 4:1
MT/NA: daß er euch zu Gott führe; TR: daß er uns zu Gott führe
in welchem er auch hinging und predigte den Geistern, die im Gefängnis sind,
Einige Ausleger sagen: Der Geist, in welchem er hinging ist derselbe Geist, der auch Christus lebendig gemacht hat (vgl Röm 8:11). Dieser Geist wirkte durch Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit (2. Petr 2:4), in dem wohl der Geist Christi war (vgl 1. Petr 1:11).
Die Geister, denen dieser Geist gepredigt hat, sind die Zeitgenossen von Noah. Zum Zeitpunkt der Predigt befanden sie sich noch nicht im Gefängnis, sie kamen erst während oder nach der Flut dahin.
Urs S. argumentiert, das Gefängnis war die damalige Welt, über die die Flut kommen sollte und der man nicht entrinnen konnte, ausser durch die Arche (und dass der Vers mit «den Geistern im Gefängnis» übersetzt werden müsste).
welche einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noahs, während der Kasten bereitet wurde, in welche wenige, daß ist acht Seelen, durch Wasser gerettet wurden,
Kasten: Mt 24,37.
Den Kasten bereiten vgl Hebr 11:7
Langmut: Röm 2:4
welches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe (nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott), durch die Auferstehung Jesu Christi,
Auferstehung Jesu Christi vgl 1. Petr 1:3
Zeughnis: ἐπερώτημα (Strongs 1906, 1x), KJV mit «answer» in Elberfelder mit «Begehren» übersetzt. Vgl http://linguascriptura.org/forum_de/viewtopic.php?f=6&t=32.
welcher, in den Himmel gegangen, zur Rechten Gottes ist, indem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind.
Vgl mit 1. Kor 15,24.
Ordnet euch unter (Das Verb, das im 1. Petrus sonst mit 'ordnet .. unter' übersetzt wird, wird hier mit 'unterworfen' übersetzt): siehe 1. Petr 2,13.
Vgl auch 1. Kor 15,28.
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